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Was ist eine magische Zahl?

Eine magische Zahl ist die kurze feste Byte-Folge am Anfang jeder Datei. Sie identifiziert das Format, bevor eine Endung gelesen wird. Diese Seite zeigt, wie sie funktionieren, wie die häufigsten Signaturen aussehen und warum eine Magische-Byte-Prüfung eine Dateinamens-Prüfung jedes Mal schlägt.

  • Verständliche Erklärung
  • 14 Formate abgedeckt
  • Bytes verlassen deinen Browser nie

Wichtige Fakten

  • Was ist es?

    Eine magische Zahl ist eine feste Byte-Folge (normalerweise 2 bis 8 Bytes) am Anfang einer Datei, die das Format identifiziert.

  • Wo befindet sie sich?

    Fast immer an Byte-Position 0. ISO-9660-Disk-Abbilder sind die bekannte Ausnahme: ihre CD001-Signatur sitzt an Position 32769 (Sektor 16).

  • Endung oder Bytes?

    Die Bytes gewinnen. Wenn man bericht.exe in bericht.pdf umbenennt, ändert das nur das Etikett, nicht den Inhalt. Die magischen Bytes lauten weiterhin 4D 5A.

  • Was du zurückbekommst

    Unser Dateityp-Prüfer meldet eines von vier Ergebnissen: ÜBEREINSTIMMUNG, KEINE ÜBEREINSTIMMUNG, MEHRDEUTIG oder UNBEKANNT. Jedes ist eine eindeutige Antwort zur Format-Identität, nicht zur Sicherheit.

  • Datenschutz

    Der kostenlose Einzeldatei-Ablauf läuft komplett in deinem Browser. Die Bytes verlassen dein Gerät nie.

  • Sicherheits-Geltungsbereich

    Eine Magische-Byte-Prüfung identifiziert das Format, nicht Schadsoftware. Nutze sie als erstes Signal, nicht als Virenscanner.

Eine magische Zahl (auch magische Byte-Signatur oder Dateisignatur genannt) ist eine kurze, feste Byte-Folge ganz am Anfang einer Datei, die ihr wahres Format identifiziert. Das Betriebssystem nutzt sie noch vor jeder Dateiendung. Die Endung ist nur ein Hinweis; die magische Zahl ist die Wahrheit.

Magische-Byte-Signatur-Referenz

14 weit verbreitete Signaturen aus den Format-Spezifikationen. Hex-Bytes sind in Großbuchstaben, durch Leerzeichen getrennt. ASCII-Vorschauen ersetzen nicht druckbare Bytes durch einen Punkt.

  • PDF

    Magische Bytes (hex):
    25 50 44 46
    ASCII:
    %PDF
    Endungen:
    .pdf
    MIME-Typ:
    application/pdf
    Position:
    Byte 0
  • PNG

    Magische Bytes (hex):
    89 50 4E 47 0D 0A 1A 0A
    ASCII:
    .PNG....
    Endungen:
    .png
    MIME-Typ:
    image/png
    Position:
    Byte 0
  • JPEG

    Magische Bytes (hex):
    FF D8 FF
    ASCII:
    ...
    Endungen:
    .jpg, .jpeg
    MIME-Typ:
    image/jpeg
    Position:
    Byte 0
  • GIF

    Magische Bytes (hex):
    47 49 46 38 39 61
    ASCII:
    GIF89a
    Endungen:
    .gif
    MIME-Typ:
    image/gif
    Position:
    Byte 0
  • BMP

    Magische Bytes (hex):
    42 4D
    ASCII:
    BM
    Endungen:
    .bmp
    MIME-Typ:
    image/bmp
    Position:
    Byte 0
  • ZIP

    Magische Bytes (hex):
    50 4B 03 04
    ASCII:
    PK..
    Endungen:
    .zip
    MIME-Typ:
    application/zip
    Position:
    Byte 0
  • RAR (v5)

    Magische Bytes (hex):
    52 61 72 21 1A 07 01 00
    ASCII:
    Rar!....
    Endungen:
    .rar
    MIME-Typ:
    application/vnd.rar
    Position:
    Byte 0
  • 7-Zip

    Magische Bytes (hex):
    37 7A BC AF 27 1C
    ASCII:
    7z....
    Endungen:
    .7z
    MIME-Typ:
    application/x-7z-compressed
    Position:
    Byte 0
  • DOCX (Office Open XML)

    Magische Bytes (hex):
    50 4B 03 04
    ASCII:
    PK..
    Endungen:
    .docx
    MIME-Typ:
    application/vnd.openxmlformats-officedocument.wordprocessingml.document
    Position:
    Byte 0
  • XLSX (Office Open XML)

    Magische Bytes (hex):
    50 4B 03 04
    ASCII:
    PK..
    Endungen:
    .xlsx
    MIME-Typ:
    application/vnd.openxmlformats-officedocument.spreadsheetml.sheet
    Position:
    Byte 0
  • APK (Android package)

    Magische Bytes (hex):
    50 4B 03 04
    ASCII:
    PK..
    Endungen:
    .apk
    MIME-Typ:
    application/vnd.android.package-archive
    Position:
    Byte 0
  • MP4 (ISO BMFF)

    Magische Bytes (hex):
    00 00 00 20 66 74 79 70
    ASCII:
    ....ftyp
    Endungen:
    .mp4, .m4v
    MIME-Typ:
    video/mp4
    Position:
    Byte 0
  • Windows PE / EXE

    Magische Bytes (hex):
    4D 5A
    ASCII:
    MZ
    Endungen:
    .exe, .dll, .sys
    MIME-Typ:
    application/vnd.microsoft.portable-executable
    Position:
    Byte 0
  • ISO 9660

    Magische Bytes (hex):
    43 44 30 30 31
    ASCII:
    CD001
    Endungen:
    .iso
    MIME-Typ:
    application/x-iso9660-image
    Position:
    Byte (Sektor 16)
  • PDF

    Die vier Bytes ergeben %PDF. Die PDF-Version folgt direkt, z. B. %PDF-1.7.

  • PNG

    Acht Bytes einschließlich der PNG-Zeilenende-Markierungen (0D 0A 1A 0A), sodass Übertragungsfehler erkennbar sind.

  • JPEG

    Start-of-Image-Markierung. Das vierte Byte unterscheidet JFIF (E0) von EXIF (E1).

  • GIF

    GIF89a ist die moderne Variante. GIF87a (47 49 46 38 37 61) ist die alte Schreibweise und ebenfalls gültig.

  • BMP

    Zwei Bytes. Leicht zu fälschen; kombiniere mit dem Dateigrößen-Header an Position 2 zur Unterscheidung.

  • ZIP

    Lokaler Datei-Header. Leere Archive nutzen stattdessen 50 4B 05 06 (End-of-Central-Directory).

  • RAR (v5)

    RAR-5-Signatur. Ältere RAR-1.5- bis 4.x-Dateien nutzen eine 7-Byte-Signatur, die mit 00 endet.

  • 7-Zip

    Sechs Bytes mit 7z, gefolgt von drei magischen Bytes.

  • DOCX (Office Open XML)

    DOCX ist ein ZIP-Container. Die Signatur allein kann ein Word-Dokument nicht von einem generischen ZIP unterscheiden. Schau in die innere [Content_Types].xml.

  • XLSX (Office Open XML)

    Gleiche Einschränkung wie bei DOCX. Prüfe das OOXML-Manifest, um die Tabellen-Variante zu bestätigen.

  • APK (Android package)

    APK ist ein ZIP-Container mit einem Android-Manifest darin. Die ZIP-Signatur allein ist kein ausreichender Beweis.

  • MP4 (ISO BMFF)

    Die ftyp-Box an Position 4 trägt die Marken-Kennung. Häufige Marken: isom, mp42, iso5.

  • Windows PE / EXE

    Zwei Bytes (Mark Zbikowski). Die PE-Header-Position wird aus Byte 0x3C gelesen; die eigentliche PE\0\0-Magie sitzt dort.

  • ISO 9660

    ISO 9660 platziert den Datenträger-Deskriptor an Sektor 16, daher liegt die Signatur an Byte 32769 (16 * 2048 + 1).

Wie eine Magische-Byte-Prüfung funktioniert

  1. 1

    Die ersten Bytes lesen

    Öffne die Datei als Binärstrom und lies die ersten 8 bis 16 Bytes. Das reicht, um jede Signatur in der obigen Tabelle zu erkennen.

  2. 2

    Gegen bekannte Signaturen abgleichen

    Vergleiche die Bytes mit einer Datenbank bekannter Formate. Mehrere Formate können einen Anfang teilen (jedes Office-Dokument ist ein ZIP), daher liefert die Prüfung den spezifischsten Treffer zurück.

  3. 3

    Mit der Dateiendung abgleichen

    Wenn das erkannte Format nicht zu dem passt, was die Endung behauptet, lautet das Ergebnis KEINE ÜBEREINSTIMMUNG. Passen mehrere Formate, MEHRDEUTIG. Passt nichts, UNBEKANNT.

Warum ist das wichtig?

Wenn du eine Datei von rechnung.exe in rechnung.pdf umbenennst, ändert das ihre Bytes nicht. Die ersten zwei Bytes lauten weiterhin 4D 5A. Die Prüfung der magischen Zahl erkennt das sofort. Nützlich, wenn ein Anhang legitim aussieht, die Endung aber vor dem Versand geändert wurde.

Magische-Byte-Prüfungen erkennen auch den umgekehrten Fall: Eine Datei ganz ohne Endung, aber mit gültigen PNG-Bytes, ist immer noch ein PNG und dein Bildbetrachter kann sie öffnen. Die Format-Identität steckt in den Bytes, nicht im Dateinamen.

Glossar

Häufig gestellte Fragen

Probier es mit deiner eigenen Datei aus

Lege eine beliebige Datei ab. Die Prüfung läuft lokal und meldet ein Ergebnis in unter einer Sekunde. Die Bytes verlassen deinen Browser nie.

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